Verbreitungsrecht des Urhebers, § 17 UrhG: Täterhaftung des Internethändlers, der über seinen Online-Shop Musiktonaufnahmen mit urheberrechtswidrigem Inhalt anbietet

Verbreitungsrecht des Urhebers, § 17 UrhG: Täterhaftung des Internethändlers, der über seinen Online-Shop Musiktonaufnahmen mit urheberrechtswidrigem Inhalt anbietet

Der Internethändlers, der über seinen Online-Shop Musiktonaufnahmen verkauft bzw. auch lediglich zum Verkauf anbietet, die über einen urheberechtswidrigen Inhalt verfügen, haftet als Tätzer der Urheberrechtsverletzung. Denn beim Internethändler, der im eigenen Namen und auf eigene Rechnung CD’s anbietet und/oder verkauft, handelt es sich um ein entscheidendes Glied in der Kette...
Filesharing: AG Hamburg lässt bei Bootlegs die Kostenkappung des § 97a Abs. 2 UrhG greifen

Filesharing: AG Hamburg lässt bei Bootlegs die Kostenkappung des § 97a Abs. 2 UrhG greifen

Das Amtsgericht Hamburg entschied für den Fall, dass der Verkauf von Mitschnitten des Konzerts einer Band als Urheberrechtsverstoß abgemahnt werde, es sich um einen einfach gelagerten Fall mit nur unerheblicher Rechtsverletzung handele und daher die Kostenkappung gemäß § 97a Abs. 2 UrhG zum Tragen komme. Hierzu führte das Amtsgericht Hamburg aus,...
Filesharing: AG Halle befindet einen Streitwert in Höhe von 1.200,- EUR als angemessen.

Filesharing: AG Halle befindet einen Streitwert in Höhe von 1.200,- EUR als angemessen.

Das Amtsgericht Halle ging in diesem Fall nicht auf den Streit hinsichtlich der Anwendbarkeit des § 97a UrhG und der darin enthaltenen Deckelung der Abmahngebühren ein, sondern berücksichtigte bei der Festsetzung des Streitwerts, dass die durch die Nutzung von Tauschbörsen entstandene Urheberrechtsverletzung einen erst- und einmaligen Verstoß darstellt. Das Gericht geht...
Filesharing: AG Frankfurt/Main begrenzt die Höhe der Abmahnkosten gemäß § 97a Abs. 2 UrhGauf 100,- EUR

Filesharing: AG Frankfurt/Main begrenzt die Höhe der Abmahnkosten gemäß § 97a Abs. 2 UrhGauf 100,- EUR

Das AG Frankfurt a.M. ließ mit Urteil vom 01.02.2010 § 97a Abs. 2 UrhG zur Anwendung kommen und begrenzte die Höhe der Abmahnkosten auf 100,00 EUR. Nach § 97a Abs. 2 UrhG werden die Kosten der (erstmaligen) Abmahnung in einfach gelagerten Fällen mit nur einer unerheblichen Rechtsverleztung ausserhalb des geschäftlichen Verkehrs...
Bundesgerichtshof zur Zulässigkeit der Verwertung von Abstracts

Bundesgerichtshof zur Zulässigkeit der Verwertung von Abstracts

"Perlentaucher.de" Der u. a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 01.12.2010 über die Zulässigkeit der Verwertung von sogenannten Abstracts entschieden. Nun muß sich das Berufungsgericht erneut mit der Sache befassen und prüfen, ob es sich bei den beanstandeten Abstracts um selbstständige Werke im Sinne des § 24 Abs....
Grundsatzentscheidung des BGH zum Sampling

Grundsatzentscheidung des BGH zum Sampling

Bushido, isguterjunge ..? - Wie sich ein Gangster-Rapper selbst ins Knie sampelt Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshof zum Sampling - Metall auf Metall Erst mach sich Gangster-Rapper Bushido – der sich, wenn man der wikipedia-Übersetzung Glauben schenken kann, nach einer japanischen Lebensphilosophie, nämlich dem „Weg des Kriegers“ benannt hat – in spießiger Manier für...
Urheberschutz und Informationsfreiheit

Urheberschutz und Informationsfreiheit

Nicht nur der Umstand, dass das Times People Magazine mich, Sie und alle anderen Internetnutzer zur Person des Jahres 2006 gewählt hat, sondern auch die in Schwindel erregende Höhen gestiegene Anzahl der – qualitativ vom Original nicht mehr zu unterscheidenden – Kopien urheberrechtlich geschützter Inhalte lässt das vorliegende, dem Grunde...

Cybermobbing, Cyberbullying, Happy-Slapping & Filesharing | multimediarechtler engagiert sich an Berliner Schulen!

multimediarechtler engagiert sich an Berliner Schulen! Ich lade Sie herzlich ein, mich einzuladen! Um Eltern, Lehrkräfte und auch interessierte Schüler zu informieren, laden ich Sie ein, mich einzuladen. Vereinbaren Sie mit mir einen Termin und ich halte einen kurzweiligen und informativen Vortrag – etwa im Rahmen eines Elternabends – direkt an Ihrer Schule. Themen wie...

Zur urheberrechtlichen Schutzfähigkeit von Nachrichtentexten

Fehlt einem Text die Eigenschaft einer persönlich geistigen Schöpfung, namentlich die notwendige Schöpfungshöhe gemäß § 2 Abs. 2 UrhG, kann ein Text frei verwendet werden. In Bezug auf Nachrichtenmeldungen bzw. in Bezug auf kurze, rein informative Texte, gilt Folgendes: Sprachliche Mitteilungen sind grundsätzlich nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 UrhG geschützt, wenn sie entweder ihrer...

Zur Urheberrechtsschutzfähigkeit dokumentarischer Filmaufnahmen

Filmsequenzen, in denen der gescheiterte Fluchtversuch des DDR-Bürgers Peter Fechter gezeigt wird, sind weder ein Filmwerk noch Lichtbildwerke im Sinne des Urheberrechts. Es sei nicht deutlich, welche eigenschöpferische, über das reine Handwerk hinausgehende gedankliche Leistung der Aufnehmende anlässlich der Herstellung der streitigen Filmaufnahme erbracht haben solle. Urteil des Kammergerichts Berlin vom 28.03.2012

WARNUNG des Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA)

Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA) warnt vor irreführenden Angeboten, Zahlungsaufforderungen und Rechnungen Das Deutsche Patent- und Markenamt warnt im Zusammenhang mit Schutzrechtsanmeldungen und -verlängerungen vor – teilweise irreführenden – Angeboten, Zahlungsaufforderungen und Rechnungen, die nicht vom Deutschen Patent- und Markenamt stammen. Unternehmen bieten – teilweise unter behördenähnlicher Bezeichnung – eine kostenpflichtige Veröffentlichung oder Eintragung von...

Bundesgerichtshof zur Beweislastverteilung bei Markenverletzungsstreitigkeiten – CONVERSE

Bundesgerichtshof – Mitteilung der Pressestelle Nr. 37/2012 Bundesgerichtshof entscheidet im Streit um angeblich gefälschte “Converse-Schuhe” und Parallelimporte Der unter anderem für das Markenrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in zwei Verfahren über Fragen der Beweislast entschieden, in denen zwischen den Parteien streitig ist, ob ein Händler Originalmarkenware oder Produktfälschungen vertrieben hat und ob die Waren...

OLG Hamburg modifiziert die Haftung von RapidShare

OLG Hamburg Urteil vom 14. März 2012 Az.: 5 U 87/09 Pressemitteilung des Hanseatischen Oberlandesgerichts vom 15.03.2012 Urheberrechtswidrige Downloads: Oberlandesgericht Hamburg entscheidet über Prüf- und Handlungspflichten des Online-Speicher-Dienstes „RapidShare“ Wer Dritten ohne Zustimmung des Urhebers dessen Werk über einen Online-Speicher-Link im Rahmen einer Downloadlink-Sammlung uneingeschränkt im Internet zur Verfügung stellt, verletzt das Recht des Urhebers,...

Filesharing: OLG Köln stellt Berechnungsgrundlage für Schadensersatz in Frage

Das OLG Köln hat unter dem 30.09.2011 zum Aktenzeichen 6 U 67/11 einen vielbeachteten Hinweisbeschluss erlassen, wonach der erkennende Senat die bisherige Einschätzung des OLG bei der Berechnung des Schadens in Filesharing-Fällen revidiert. In der Sache geht es um das Bestehen und die Höhe (Berechnungsgrundlage) des Schadens, der einem Rechteinhaber durch die öffentliche Zugänglichmachung urheberrechtlich geschützter...

Unternehmen mit Online-Zahlungsmöglichkeit benötigen BaFin-Erlaubnis

Online-Unternehmen, die ihren Kunden ihre Waren gegen Zahlungsmöglichkeiten wie PayPal, Sofortüberweisung.de und Kreditkarte anbieten, bedürfen hierzu der Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die Erlaubnispflicht des § 8 Zahlungsdienste-Aufsichtsgesetz (ZAG) gilt nach Auffassung des LG Köln für Unternehmen, die im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 5 ZAG gewerbsmäßig Zahlungsdienste anbieten/erbringen (hier: Vermittlung von...

Bundesgerichtshof zur Haftung des Admin-C

Ein Anspruch gegenüber dem Admin-C kann sich aus dem Gesichtspunkt der Störerhaftung ergeben. Die dafür erforderliche Verletzung zumutbarer Prüfungspflichten ergibt sich allerdings noch nicht aus der Stellung als Admin-C an sich. Im Streitfall hatte sich der Beklagte gegenüber der in Großbritannien ansässigen Inhaberin des Domainnamens generell bereit erklärt, für alle von ihr registrierten Domainnamen...

BGH: Verantwortlichkeit eines Hostproviders für einen BLOG-Eintrag

Der Bundesgerichtshof hat die Voraussetzungen konkretisiert, unter denen ein Hostprovider als Störer für von ihm nicht verfasste oder gebilligte Äußerungen eines Dritten in einem Blog auf Unterlassung in Anspruch genommen werden kann. Eine Haftung des Providers auf Unterlassung nach den Grundsätzen der Störerhaftung setzt nach den Ausführungen des BGH voraus, dass der...

Bundesgerichtshof entscheidet erneut über die urheberrechtliche Zulässigkeit der Bildersuche bei Google

In der am 19.10.2011 verkündeten Entscheidung stellt der Bundesgerichtshof klar, dass eine solche, die Rechtswidrigkeit des Eingriffs ins Urheberrecht ausschließende Einwilligung auch dann vorliegt, wenn eine Abbildung eines Werkes von einem Dritten mit Zustimmung des Urhebers ohne Schutzvorkehrungen ins Internet eingestellt worden ist. Der Kläger hatte im Streitfall zwar geltend gemacht, er habe den Betreibern...

Filesharing: Verantwortlichkeit mittelbarer Rechtsverletzer – Störerhaftung

Aus strafrechtlicher Sicht stellen sowohl die Entwicklung und Bereitstellung der Tauschbörsensoftware als auch der Betrieb von Servern die objektiv unabdingbare Voraussetzung für das strafbare Verhalten der Nutzer dar. Ohne dies existiert kein „Datenaustauschring“, sodass es – condition sine qua non – nicht zu einer öffentlichen Zugänglichmachung im Sinne der §§ 106, 15, 19a UrhG käme....

Microsoft gewinnt Rechtsstreit über Windows-Software mit Echtheitszertifikaten

Die Klägerin kann sich aus berechtigten Gründen dem Vertrieb der mit den Echtheitszertifikaten versehenen Sicherungs-CDs widersetzen. Denn nach der Ansicht des Bundesgerichtshofes wird ein Verbraucher einem mit dem Echtheitszertifikat versehenen Datenträger die Aussage entnehmen, dass dieser von der Klägerin selbst oder mit ihrer Zustimmung als echt gekennzeichnet wurde. Er wird die Verbindung des Datenträgers mit...